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Buchempfehlung: Der Schmied und die Marketenderin

Für alle, die in den Herbstferien Zeit und Lust zum Lesen haben, mein aktueller Buch-Tipp: "Der Schmied und die Marketenderin" von Ingo Linsel. (erschienen 2016 im Knaur Verlag München, ISBN 978-3-426-21566-1) Das Buch entführt in eine Welt, in der Geschichte erlebbar wird. Und: Es macht Lust darauf, die ganz in der Nähe liegenden Orte des Geschehens zu besuchen und den Spuren der Romanhelden Frowe und Tönges zu folgen. Ich jedenfalls werde mich bald auf den Weg machen, um in dem kleinen nordthüringischen Ort Herrmannsacker die alte Schmiede, die Sägemühle, die Ruine der Ebersburg zu sehen und in dem hübschen Städtchen Stolberg, im Kupferbergwerk Ilfeld und an der Burgruine Hohnstein in die Vergangenheit einzutauchen... Weiterlesen


Buchrezension: „Geraubte Kindheit – Kriegskinder aus vier Nationen erzählen“

In der Tagesschau vom 7. März wurde von mindestens fünf Kriegen/kriegerischen Auseinandersetzungen, auch in verschiedenen Zusammenhängen, berichtet. Krieg, ein Wort, an das wir uns gewöhnt zu haben scheinen. Krieg ängstigt uns nur dann, wenn er nah genug dran ist. Die Medien und die Politik sorgten für Abstumpfung, lehren uns auch täglich, dass der Tod zwei Gesichter hat. Die einen sind die Opfer, sind Menschen aus unserer Mitte, die Helden, die anderen sind z. B. die Terroristen, die Taliban, die IS-Kämpfer, die Faschisten. Mich stimmt das nachdenklich, besonders auch dann, wenn ich in Prof. Liselotte Bieback-Diels Buch „Geraubte Kindheit“ einen Bericht einer Französin lese, die den 2. Weltkrieg als Kind miterleben musste. Denise Alberth schreibt: „Sie hatten einen Deutschen bei sich, der ziemlich heruntergekommen aussah. Sie nahmen ihn auf den Friedhof mit und haben ihn dort erschossen. Ich habe das in Erinnerung, weil ich in dem Moment gedacht habe: „Man ist natürlich froh, dass der Krieg vorbei ist, wir haben sie besiegt, aber vielleicht hat der da überhaupt nichts getan.“ Und jetzt soll er getötet werden. Vielleicht war er noch gestern arrogant, man weiß es nicht, aber zusehen, wie er in den Tod geht ... Ich habe das nie vergessen. Ich sehe noch immer dieses Bild vor mir. Er wirkte so klein und schwach neben den beiden mit ihrer Siegermiene, und die waren vielleicht überhaupt erst vor wenigen Tagen in die Widerstandsarmee eingetreten.“ Weiterlesen